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Streetart-Tour durch Berlin
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Streetart-Tour durch Berlin

Durch Berlin zu laufen ist, wie wenn man eine Kunstgalerie unter freiem Himmel besucht. Hinter jeder Fassade oder Mauer könnte schon das nächste bunte Wandgemälde warten. Mit unserer Auswahl an Streetart-Werken bringen wir Sie zu den 10 schönsten Spots!

Top 10 Streetart-Spots

1. Der Heißluftballon

Mit dem ersten Wandbild geht es im Bayerischen Viertel Berlins hoch hinaus! Der bunte Heißluftballon auf dem Wohngebäude in der Berchtesgadener Str. 26 kommt recht versteckt hinter etwas Gebüsch zum Vorschein. Als Passant würde man dieses enorme Prachtstück leicht übersehen. Daher lassen Sie sich das schöne Mural nicht entgehen! Und falls Sie Lust auf eine echte Ballonfahrt bekommen sollten, bieten unsere Erlebnisgeschenke tolle Möglichkeiten, um in die Luft abzuheben.

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2. Die Street-Art-Meile Berlins: die Bülowstraße

Nun entführen wir Sie in ein wahres Straßenkunstparadies! In der Bülowstraße reiht sich ein Graffiti an das nächste. Die Fülle an Motiven und unterschiedlichen Stilen könnte gar nicht größer sein. Zudem hat Streetart ein festes Zuhause bekommen, seitdem hier 2017 das größte Museum für urbane zeitgenössische Kunst weltweit eröffnet wurde, das Urban Nation (Bülowstr. 7). Während das Museum Exponate renommierter Streetartisten zeigt, finden sich auch auf der Straße riesige Murals von Künstlern aus der ganzen Welt. Da Streetart im ständigen Wandel ist und neue Werke zur Tagesordnung dazu gehören, ist jeder Besuch in der Bülowstraße eine ganz besondere Überraschung.

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3. The Big Brown Bear And The Little Cute Girl

Unser drittes Lieblingsstück führt Sie in die Möckernstraße 106/Ecke Wartenburgerstraße. Hier sitzt ein erstaunlich großer Bär vor einem Mädchen, das sich lieber mit ihrem Smartphone beschäftigt als mit ihrem Freund zu spielen. Damit möchte die Künstlergruppe „innerfields“ zum Nachdenken anregen und darauf aufmerksam machen, welchen Einfluss digitale Medien auf die Gesellschaft ausüben. Manchmal tut es doch auch gut unser Handy einfach mal beiseite zu legen und stattdessen den gegenwärtigen Moment zu genießen, oder nicht? In Berlin könnten Sie dadurch vielleicht selbst noch auf unentdeckte Streetart-Werke stoßen!

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4. Elefant mit Weltluftballon

Nicht weit vom Bären liegt auch schon der nächste Großstadtdschungel! Am Theodor-Wolff-Park ragt auf einer Hausrückwand des Wohnblocks in der Wilhelmstraße 7 ein riesiger Elefantenkopf heraus, der am Ende seines Rüssels einen Weltluftballon festhält. Mit diesem farbenfrohen Motiv schafft der Berliner Künstler Jadore Tong (aka S.Y.R.U.S), der Wurzeln in Frankreich und Kambodscha hat, ein ausdrucksvolles Sinnbild für Berlins Multi-Kultur und Vielfalt. Wer ein Auge fürs Detail hat, dem fallen sicherlich auch noch weitere Schriftzüge wie etwa „Unity“, „Empathy“ und „Love“ auf, die an das Menschliche in der Welt erinnern sollen.

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5. Tommy-Weisbecker-Haus

Nur einige Meter vom Elefanten-Wandbild entfernt befindet sich ein weiterer leuchtender Farbfleck – das Tommy-Weisbecker-Haus. Hier wohnen junge Künstler, die seit einigen Jahren mehreren Obdachlosen eine Unterkunft gewähren und zudem Konzerte, Debatten und Ausstellungen veranstalten. Die gesamte Außenfassade des Gebäudes stellt im großen Stil sowohl ein Kunstwerk als auch Berliner Zeitgeschichte dar. Zu sehen sind gesellschaftskritische Bilder aus den 1980er Jahren, die ein Zeichen für die linke Szene setzen sollen.

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6. Make Art Not War

Läuft man 5 Minuten weiter, blickt man schon auf das nächste imposante Wandgemälde: „Make Art Not War“ (Mehringplatz 28). Mit dieser Friedensbotschaft, die an den Hippie-Slogan „Make Love Not War“ angelehnt ist, setzt der US-amerikanische Künstler Shepard Fairey ein klares Statement gegen Krieg und gesellschaftliche Zwänge. Auch das Symbol der Liebe, eine hier in Handschellen gelegte Rose im Zentrum des Murals, spiegelt diesen Gedanken wider. Fairey stellte das Werk innerhalb von nur 4 Tagen für die Projektreihe „One-Wall“ fertig. Ziel der Serie ist es jährlich fünf internationale Künstler nach Berlin einzuladen, um die Stadt mit fünf weiteren Werk zu verschönern. Das gegenüberliegende Wandbild „Hoodie Birds“ des dänischen Streetartisten „Don John“ gehört ebenfalls zu diesem Projekt.

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7. Süße Sünde

Die nächste Streetart-Perle liegt unmittelbar nah in der Prinzenstraße 19. Es scheint so als ob der königliche Sohn einen angebissenen Apfel zurückgelassen hätte, oder steckt da etwa mehr dahinter? Tatsächlich soll die „Süße Sünde“ unsere Erde darstellen, dessen abgebissene Stücke forttreibende Ozeane symbolisieren soll. Onur Dinc und Remo Liehnhard (alias Wes21), die Schaffer dieses reflektierenden Werkes, wollen mit ihrer Kunst auf globale Probleme aufmerksam machen und Passanten zum Nachdenken anregen. Auch diesmal ist das ergreifende Wandgemälde wieder Teil des Urban-Nation-Projekts „One Wall“ von 2016.

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8. Engeika

Weiter geht es mit einer japanischen Schönheit,die einen Berliner Hinterhof in der Köpenickerstr. 7 ziert. Die irische Streetart-Ikone FIN DAC ist für seine meist asiatischen Frauen bekannt, deren Augenpartie er mit einem charakteristischen Farbspritzer ausschmückt. Zudem hat er mit diesem Wandgemälde der sogenannten „Engeika“in Perfektion demonstriert, wie sich Kunst in ihre Umgebung integrieren lässt. Die in orangenem Kimono gekleidete Geisha lehnt sich nämlich in Wahrheit gar nicht an einen Tisch, sondern an einen Balkon. Auch die vom Gebäude hängende Laterne ist eigentlich ein Fenster. Manchmal kann es sich also echt lohnen einen genaueren Blick auf das Werk zu werfen!

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9. Unter der Hand

Achtung, Sie verlassen jetzt West-Berlin! Das nächste Streetart-Highlight liegt nämlich in der Köpenicker Str. 79, einem ehemaligen Grenzübergang. Heutzutage findet sich hier eine visuelle Botschaft, die durch überlappende Hände in fotorealistischer Optik entstanden ist. Mit der überlagernden „Bewegung“ der Hände nimmt CASE (aka CASE Maclaim) Bezug auf politische Bewegungen und welche Rolle „Power“ dabei spielt. Schon längst hat sich der Frankfurter Straßenkünstlers Handgesten zu seinem eigenen Markenzeichen gemacht und nutzt ihre Symbole, um Geschichten zu erzählen.

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10. Endpunkt: East Side Gallery

So, nun sind wir am Ende unser Streetart-Tour angelangt. Zum Schluss führen wir Sie noch zur namenhaften East Side Gallery (Mühlenstraße 3-100), der längsten Open Air Gallery überhaupt. Auf den Resten der ehemaligen Berliner Mauer haben sich seit der Wiedervereinigung Künstler aus der ganzen Welt verewigt. Und obwohl sie ein Hotspot unter den Touristen ist, bleibt sie ein Ort, den jeder Streetart-Fan gesehen haben muss!

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(Quelle: pixabay)

Haben Sie jetzt auch Lust dazu bekommen selbst kreativ zu werden und Ihre künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen? Dann schauen Sie sich gerne unseren Graffiti-Workshop an! Dort werden Sie von einem professionellen Graffiti-Sprayer mit an die Hand genommen und erschaffen Ihr eigenes Straßenkunstwerk.

Hier finden Sie alle 10 Streetart-Spots im Überblick:

Emilia Kistowski

Autor: Emilia Kistowski


Emilia begeistert sich für aktuelle Trends und Lifestyle-Themen. Sie liebt es Neues zu entdecken und den Dingen auf den Grund zu gehen, denn daraus zieht sie ihre Motivation und lernt jeden Tag etwas dazu. Ihre Eindrücke und Erfahrungen lässt sie in unterhaltsame sowie informative Texte einfließen, die sie für die Online Redaktion des Erlebnisgeschenke Magazins verfasst.

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